Wer hier ab dem 31. August 2026 einreichen kann
Nur Staatsbürger Sri Lankas und der Malediven sowie Inhaber eines Aufenthaltstitels dieser Länder. Colombo war das erste Konsulat, von dem wir die neue Regel offen ausgesprochen gehört haben: Am 20. August antwortete man dort auf die direkte Frage am Telefon „Wir nehmen nur Einwohner Sri Lankas an“ – elf Tage bevor das zur allgemeinen Norm des ganzen Systems wurde. Wenn Sie hier nicht leben, ist das nicht Ihr Konsulat; welches Ihres ist, steht auf der Karte.
Ablauf der Antragstellung
Der Antrag wird online gestellt, die Gebühr von 400 $ per Karte – bei einer Rücknahme des Antrags wird sie nicht erstattet. Danach folgt das verpflichtende persönliche Interview in Colombo. Fristen im gewohnten Sinn hat das Konsulat derzeit nicht: Neue Genehmigungen sind in unserer Chronik seit Mitte April 2026 nicht mehr zu sehen, und wie sich ein Antrag bewegt, lässt sich nicht vorhersagen.
Die Unterlagen – nach der allgemeinen Regel:
- Führungszeugnis – aus dem Land der Staatsangehörigkeit oder aus dem Land der Antragstellung;
- Kontoauszüge über drei Monate mit einem Mindestguthaben von 500.000 ฿ pro Teilnehmer, Kinder eingeschlossen; für den Hauptantragsteller ist ein Sponsorenschreiben die formale Alternative;
- Nachweis des Status in Sri Lanka oder auf den Malediven – Staatsangehörigkeit oder Aufenthaltstitel.
Wie es vor dem 31. August war
Bis Ende Januar 2026 arbeitete Colombo schnell: Ablehnungen waren eine Seltenheit, Entscheidungen kamen in einem bis sieben Tagen, die Antragsteller flogen mit der elektronischen Genehmigung ETA ein, absolvierten ein kurzes Interview und flogen mit einem Fünfjahresvisum wieder ab.
Am 30. Januar 2026 – in unserer Datenbank steht dieser Tag als „schwarzer Freitag von Colombo“ – erteilte das Konsulat an einem einzigen Tag eine ganze Serie von Ablehnungen. Auslöser war allem Anschein nach eine virale Welle in den sozialen Netzwerken: Videos im Genre „Wir fliegen für das DTV nach Sri Lanka“ mit Geschichten von Antragstellern, deren Tätigkeit nichts mit Remote-Arbeit zu tun hatte. Nach diesem Tag wurden die Genehmigungen zur Seltenheit, und seit Mitte April 2026 wurden Anträge von Nicht-Einwohnern hier gar nicht mehr inhaltlich geprüft – sie wurden einfach storniert. Eine formale Anforderung des Aufenthaltsstatus stand damals noch nicht auf der Website: Die Regel lebte vier Monate in der Praxis, bevor sie allgemein wurde.
Die ausführliche Chronik dieser Zeit steht im Journal: „Die Chronik von Colombo“.
Warum man diesen Fall im Kopf behalten sollte
Colombo ist die wichtigste Erinnerung daran, wie konsularische DTV-Routen funktionieren: Ein Konsulat kann seine Politik binnen eines Tages ändern, ohne Ankündigung und ohne Übergangsfrist. Genau so änderte sich Ende August das ganze System auf einen Schlag. Deshalb führen wir die Tafel live: Fristen und Regeln, die vor einem Monat stimmten, können heute schon nichts mehr bedeuten.
Ein selbst zusammengestelltes Dossier prüfen wir vor der Einreichung – der Preflight Check: 300 $, schriftliches Protokoll innerhalb von zwei Werktagen. Die vollständige Begleitung bis zum Visum sind die Tarife Solo Route und Family Route.
Der Zustand aller Konsulate steht auf der Live-Tafel, und welches Konsulat für Ihr Land zuständig ist, zeigt die Karte.
